Ein Balkon zum Ernten

Den Anfang  unserer Serie zum Them „Urban Gardening“macht der Gemüseanbau auf Balkonien. Ja, richtig gelesen! Gemüse auf dem Balkon!  Man braucht wirklich keinen Hektar Land um Gemüse anzubauen, auch auf dem kleinsten Stadtbalkon, mit zwei oder drei Quadratmetern, lässt sich allerhand Essbares ziehen.

weather-vane-323084_1920.jpgDoch damit Ihr nicht an den Regeln der Natur scheitert, solltet Ihr erst ein wenig planen: Welche Ausrichtung hat mein Balkon?  Wann und wie viel Sonne bekommen die Pflanzen? Wer einen Nordbalkon hat sollte schattenliebende Kräuter wie Kerbel, Brunnenkresse, Petersilie, Pfefferminze, Waldmeister oder Walderdbeeren anbauen. Sieht gut aus, schmeckt und duftet! Auf dem Südbalkon hingegen wächst und gedeiht alles, was südliche Standortbedingungen gewohnt ist: Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen, Zucchini, Olivenbäume und mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Lavendel. Die Pflanzen brauchen einen windgeschützten Platz mit viel Sonne und wenig Regen.  Halbschatten, wie er auf Ost- und Westbalkonen zu finden ist, eignet sich ideal zum Beispiel für Radieschen, Salat, Karotten und schattenliebende Kräuter.

In Kübeln pflanzen: Was gibt’s zu beachten!

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Auch was fürs Auge: Zucchini

Üblicherweise gedeihen Gemüsepflanzen im Balkongarten in Kübeln und Töpfen. Das Balkongemüse macht auch einiges her: Eine Zucchinipflanze mit ihren großen Blättern und gelben Blüten kann eine echte Augenweide sein. Einen Auberginenbaum hat nicht Jeder und Tomaten im Topf zaubern per se gute Laune auf den Balkon. Wählt Gefäße mit ordentlich Volumen! Mehr ist in dem Fall mehr. Je größer der Topf, umso besser ist die Pflanze vor dem Austrocknen geschützt und kann sich richtig entfalten. Tomaten, Gurken und Paprika wünschen außerdem eine Rankhilfe, damit sie wachsen können. Habt Ihr nicht die richtige Ausrichtung und entscheidend Platz, weicht lieber auf andere Sorten und Kräuter aus. Gemüse im Topf braucht mehr Düngemittel und eine optimale Bewässerung. Ein Abflussloch im Pflanzgefäß sowie eine gute Drainage sind essentiell für den Ertrag. Einen ganz entscheidenden Vorteil hat der Gemüseanbau im Topf: Ihr seid mobil und könnt Eure Pflanzen vor Wettereinflüssen schützen. Tomaten, Gurken, Zucchini und Auberginen mögen Nachtfröste und viel Regen überhaupt nicht. In dem Fall: Einfach unters Dach bringen!

Gemüse: Was darf in den Balkonkasten?

Wer nicht viel Platz hat, kann auf Balkonkästen und hängende Gefäße ausweichen – ist jedoch in der Pflanzenwahl etwas eingeschränkter. Hohe Pflanzen sollte man nicht in den Kasten pflanzen, da sie bei Wind und Wetter kippen und knicken können. Ein No-Go sind daher Tomaten, die in manchen Sorten gut und gerne bis zu 150cm wachsen.  Ideal für den Blumenkasten: Salate und Wildkräuter. Pflücksalate kommen den ganzen Sommer immer wieder und lassen sich wunderbar mit Balkonblumen wie etwa Geranien oder Petunien kombinieren. Auch eignen sich Radieschen hervorragend für den Kasten – und für Gärtner mit wenig Geduld: Sie können schon ab März direkt in die Blumenkästen gesät werden und sind Blitzkeimer. Schon wenige Wochen nach der Aussaat, können die ersten Radieschen geerntet und wieder eine neue Runde angesät werden. Auch runde Karotten, die wenig

Erdbeeren

Für schattige Blumenkästen: Walderdbeeren

Tiefe benötigen, gedeihen im Blumenkasten. Wichtig: Karotten mögen keine Konkurrenz. Das Vereinzeln der Jungpflanzen gehört daher zu den wichtigsten Arbeiten beim Möhrenanbau. Walderdbeeren machen sich ebenfalls gut im Balkonkasten – insbesondere in schattigen Lagen. Sie blühen und reifen den ganzen Sommer über, so dass es für kleine und große Naschkatzen immer was zu futtern gibt.

 

Hochbeet: Da gelingt wirklich alles!

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Hochbeet: Komfortabel und Effizient!

Wer Platz auf dem Balkon hat, findet im Hochbeet eine gute Alternative für den Gemüse- und Kräuteranbau. Aus Holz, Pflastersteinen oder Metall gibt es die guten Stücke zu kaufen – einige sogar mit Rollen, so dass man das Beet verschieben kann. Wer handwerklich versiert ist, kann es auch einfach selber bauen. Der Clou der Hochbeete liegt aber im Füllmaterial: Verschiedene Schichten garantieren die optimale Nährstoffversorgung Eurer Pflanzen. Man startet mit Ästen, Strauchschnitt und dünnen Zweigen. Dann Rasenschnitt und Kompost. Nach oben hin werden die Schichten immer feiner bis zuletzt mit Blumenerde aufgefüllt und bepflanzt werden kann. Im Hochbeet gelingt so gut wie alles. Jedoch empfehlen sich eher „kleinwüchsige“ Sorten Gemüse. Wer zum Beispiel Stangenbohnen anbauen möchte, kann das durchaus tun – zur Ernte wird er aber eine Leiter benötigen, denn in der Regel haben Hochbeete ein Maß von 120 Zentimeter Höhe. Das ist auf der anderen Seite höchstkomfortabel, weil man sich nicht mehr bücken und knien muss. Außerdem kommen wenig Schnecken und Ungeziefer an die Pflanzen.

 

Probiert’s einfach mal aus! Der Biobalkon macht nicht nur Spaß, Gemüse aus eigenem Anbau schmeckt auch einfach anders.

Besser. Gesünder. Bewusster!

Weiterführende Links:

Ausgefallene Pflanzkübel für Balkon und Garten

Anleitung zum Bauen eines Hochbeets

 

 

 

Ein Gedanke zu “Ein Balkon zum Ernten

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