So geht Grillreinigen! Ein Test…

Anlässe zum Grillen gibt es gerade viele. Fußball, Geburtstag, Gartenparty oder einfach nur das schöne Wetter. Wenn da nur nicht die lästige Putzerei wäre…

Blog_Grill_dreckig2Vor sieben Tagen war unser Grill im Einsatz – und seither schleichen wir schuldbewusst um das gute Stück und schieben die Reinigung vor uns her. Ja, es heißt man sollte direkt nach der Grillerei den Rost säubern. Doch wer hat nach einem entspannten Barbecue Lust auf Putzen?  Einmal im Monat schreibt Grillhersteller Weber, sollte man den Grill einer „gründlichen Reinigung“ unterziehen. Nun ja – wie oft, muss jeder selbst entscheiden, vor allem auch entsprechend der persönlichen Grillfrequenz. Die Fettkrusten gehören aber in jedem Fall weg. Sie sind nicht nur unhygienisch, sondern mindern auch den Geschmack.  Schade um das gute Steak!

Wie funktioniert die perfekte Grillreinigung?

Zuerst einmal beglückwünschen wir die Besitzer von Gas- und Elektrogrills.  Denn hier geht die Reinigung, dank herausnehmbarer Fettwannen denkbar einfach und bei manchen Herstellern sogar in der Spülmaschine. Anders der klassische Holzkohlegrill. Fett, Gewürze und Asche entwickeln am Rost schwarze Krusten, die sich meist nur mit viel Geschrubbe entfernen lassen – wenn überhaupt. Tipps und Tricks, wie das besonders gut gehen soll, liest man zu Hauf. Die Ideen sind wirklich abenteuerlich. Wer zum Beispiel in der Nähe eines Waldes wohnt, bringt den Rost zu einem Ameisenhügel und lässt die hiesige Kolonie den Rost leer futtern. Interessant, aber praktikabel? Wir haben einige dieser Tricks selbst getestet, anhand unseres wunderbar verkrusteten Grillrosts von vor einer Woche…

1) Der Trick mit dem Zeitungspapier

Blog_Grill_ZeitungSo geht’s:  Nach dem Grillvergnügen wickelt man den Rost in feuchtes Zeitungspapier und
legt ihn über Nacht ins Gras. Am nächsten Morgen sollen sich die Krusten mit einem Schwamm ganz einfach abschrubben lassen. Gesagt, getan!
Ergebnis: Überraschend gut! In der Tat lassen sich die Krusten sehr leicht mit einem Schwamm entfernen.

 

2.) Tausendsassa Backpulver

Backpulver
Dass Backpulver wahre Wunder bei der Fleckentfernung bewirken kann, ist bekannt. Aber wie sieht’s aus bei hartnäckigen Grillkrusten? Wir haben den Test gemacht: Dazu braucht ihr eine Wanne oder ein Gefäß in das ihr den Rost flach hineinlegen könnt. Dann mit einer Packung Backpulver einreiben und mit warme (!) Wasser anfüllen, so dass der Rost komplett schwimmt. Dann gebt Ihr nochmal eine Tüte Backpulver drauf – das zischt und brodelt – und wartet mindestens 30 Minuten oder länger. Danach unter heißem Wasser abbürsten.
Ergebnis: Kann sich sehen lassen! Das Bürsten ging leicht und in Sekunden. Keine Fettreste vorhanden, sauber! 

 

3.) Mit Asche putzen

Klingt ungewöhnlich, aber warum nicht? Asche funktioniert ja auch bei Silberbesteck!

20160607_090010 Also ausprobiert! Ihr taucht ein nasses Tuch in die verbleibende Holzkohleasche und schrubbt damit den Rost ganz einfach ab. Anschließend mit Wasser abspülen. Seiteneffekt: Das Aschewasser hat Düngewirkung fürs Gras.
Ergebnis: Nun ja… Sauber wurde der Rost schon. Das Schrubben mit Asche ist hingegen eine eher dreckige Angelegenheit. Keine schlechte Alternative, wenn man wenig zur Hand hat – z.B. beim Campen…

4) Von wegen kalter Kaffee

coffee-1031139_1920Diese unkonventionelle Methode wollten wir ausprobieren. Dazu gießt man kalten Kaffee über den Grillrost und lässt ihn kurz wirken. Anschließend mit etwas Kaffeesatz auf dem Schwamm abbürsten. Danach mit warmen Wasser abspülen. Fertig.
Ergebnis: Ganz ohne Schrubben ging’s nicht, aber verhältnismäßig einfach. Ausprobieren!

Vorsorge ist besser als Putzen!

Grundsätzlich gilt: Je flüssiger die Marinade und je fetter das Grillgut, umso schlimmer das Ergebnis hinterher. Wer trotzdem nicht auf lecker mariniertes Grillfleisch verzichten möchte, kann sich gut präparieren, um den Putzaufwand gering zu halten:  Dazu einfach den Grillrost vor dem Braten mit Speiseöl einfetten – und siehe da: nichts klebt an! Alternativ empfiehlt sich auch der Trick mit der Kartoffel. Vor dem Grillen mit einer aufgeschnittenen Kartoffel den Rost abreiben – auch so bleibt nichts haften!

Viel Spaß beim Grillen!

Habt Ihr noch weitere Tipps? Verratet sie uns hier!

 

Links:
Ideen für die Grillparty zur Fußballevent
Grillrezepte aus aller Welt
Grill-ABC
Holzkohlegrillen mal anders: Feuerschalen und Dreibeinschwenkgrills

 

Veröffentlicht in: Home

Kommentieren

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s