10 Tipps für weniger Gartenarbeit

Es ist Kaiserwetter: Der Himmel blau, die Sonne strahlt und die Vögel zwitschern. Jetzt rein in die Hängematte, Relaxen und die Seele baumeln lassen. Das wäre es! Viele Hobbygärtner kommen nur selten in diesen Genuss. Kaum in Matte oder Liegestuhl niedergelassen, sehen sie sofort etwas zu tun: Das Unkraut wuchert, der Rasen muss gemäht, die Hecke geschnitten, Blüten ausgezupft werden oder, oder, oder… Wenn Euch das auch so geht, dann lest jetzt unsere zehn Tipps für einen pflegeleichten Garten – und automatisch mehr (Frei-)Zeit zum Genießen im eigenen Zuhause.

1. Heimische Pflanzen setzen

 

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Pflegeleicht: Glockenblume

Native Gewächse haben einen entscheidenden Vorteil: Sie sind an unsere Breiten gewohnt, kommen mit dem Klima bestens zurecht und sind automatisch robuster. Heimische Pflanzen werden weniger von Schädlingen befallen und können Unkraut besser verdrängen. Sie halten insgesamt länger und brauchen weniger Pflege als Exoten. Also lieber Lupinen, Margariten oder Glockenblumen setzen, statt Bougainvillae, Bananenbaum und Zitrusfrucht.

 

2. Auf die Ausdauer achten

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Äußerst langlebig: Pfingstrosen

Wo wir schon bei den Stauden sind: Achtet auf die Langlebigkeit der Pflanzen. Winterharte Stauden, wie zum Beispiel Phlox, Pfingstrosen, Fingerhut oder Frauenmantel kommen jedes Jahr wieder und vermehren sich teils von selbst. So müsst Ihr nicht jedes Jahr neu anpflanzen und könnt genießen! Auch Farne und Gräser sind äußerst genügsame Beetbewohner, die meist Selbstversorger sind, so gut wie keine Pflege brauchen und uns Jahr für Jahr erneut erfreuen.

 

3. Langsam wachsende Heckenhölzer

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Blickfang mit wenig Arbeit!

Wem die Arbeit mit schweren Heckenscheren ein Gräuel ist, der setzt auf Blühhölzer wie Flieder, Schlehe, roter Holunder oder Weinrosen zur Bepflanzung von Grundstücksgrenzen. Anders als Liguster- oder Hainbuchenhecken müssen diese Hölzer nicht in Form geschnitten werden und begeistern außerdem mit ihrer farbenfrohen Blüte.

 

4.  Nie mehr Unkraut!

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Ein No-Go, wo Kinder spielen: Brennesseln

Eigentlich ja „nur“ eine Geschmackssache: Manche stört es kaum, wenn Löwenzahn, Klee oder Zaunwinde ihren Garten bevölkern – vielleicht sogar ganz hübsch. Manche Sorten, wie etwa Giersch, kennen jedoch kein Maß, wuchern und verdrängen Zier- und Nutzpflanzen. Spätestens dann solltet Ihr aktiv werden – und das ist nicht so einfach: Einmal ausgezupft, bahnen sie sich spätestens in ein paar Tagen wieder ihren Weg in Euren Garten. Da hilft nur Umgraben. Wer dafür keine Zeit und Lust hat, bekämpft Unkraut in Beeten und Gehölzern mit einer Schicht Mulch auf zuvor ausgelegtem Unkrautvlies. Da gibt es kein Durchkommen mehr! Alternativ pflanzt ihr immergrüne Bodendecker in Eure Beete. Sie unterdrücken das Unkrautwachstum, breiten sich schnell aus und halten die Erde feucht. Wichtig: Achtet auf wirklich immergrüne Pflanzen, wie etwa Efeu, Immergrün oder Golderdbeere, die auch im Winter Blätter tragen.

 

5. Einen Rosengarten anlegen

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Rosen machen weniger Arbeit als man denkt

Ja, richtig gelesen! Viele Rosensorten blühen den gesamten Sommer über immer wieder und benötigen höchstens ein wenig Düngerzugabe. Wichtig dabei: Achtet auf Rosen mit dem Prädikat „ADR = Anerkannte deutsche Rose“. Das Siegel gilt als Orientierungshilfe für alle, die eine robuste Rosensort suchen. Um das Prädikat zu erhalten, muss die Rosenzüchtung über mehrere Jahre in verschiedenen Prüfungsgärten ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gesund geblieben sein!

 

6. Pflegeleichte Gemüsesorten ziehen

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Gemüsezucht macht Spaß, bringt schnelle Erfolge und schmeckt am Ende des Sommers auch noch! Doch wenn Ihr wenig Zeit habt, solltet ihr lieber pflegeleichte Sorten anbauen: Bohnen sind zum Beispiel so ein Selbstläufer, der ganz wenig Einsatz erfordert. Auch Zucchini, Kürbis oder Radiesschen brauchen wenig Zuwendung. Anders sieht es zum Beispiel bei Tomaten aus: Da müsst ihr viel düngen und schneiden. Auch Salat ist ein wenig zimperlich und wird auch sehr gern von Schädlingen befallen.

7. Rasenpflege leicht gemacht!

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Hübsch und pflegeleicht: Die Blumenwiese

Es soll Menschen geben, für die ist Rasenmähen Entspannung pur! Solltet Ihr nicht dazu gehören, dann kauft hochwertiges Saatgut, das dichter wächst.  Zierrasen, der häufig gestutzt wird, braucht viel Wasser und Dünger. Pflegeleicht geht es zum Beispiel mit Sport- und Spielrasen, der seltener geschnitten werden muss. Oder Ihr setzt gleich einen Rasenroboter ein, der die Arbeit übernimmt. Kostengünstigere Alternative, für alle die nicht mähen mögen: Sät eine Wildblumenwiese, die es in fertigen Saatmischungen zu kaufen gibt.

8. Pflanzkübel mit Bewässerung

Pflanz_bewässerungWer sich auf der Terrasse gerne lange an der Blütenpracht von Kübelpflanzen erfreut, der zieht diese in Pflanzkübeln mit Bewässerungssystem heran. So kann eigentlich kaum etwas vertrocknen – und es macht auch nichts, wenn Ihr mal das Gießen vergesst.

9. Pflegeleichte Wege und Terrassen

Toll sehen Holzdielen auf der Terrasse in jedem Fall aus – sie brauchen aber weit aus mehr Pflege, als Steinplatten oder Beton, die höchstens gekehrt oder gespritzt werden müssen.  Und je größer die genutzten Steine, umso weniger Unkraut wächst in den Zwischenräumen und Fugen.

10. Gartenmöbel zum Genießen

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Teak entwickelt ohne Behandlung Patina

Auch hier gilt wieder: Holz benötigt mehr Aufmerksamkeit als andere Materialien. Wer kein Freund der silbergrauen Patina von Teakholz ist, der muss mindestens einmal jährlich zum Pinsel greifen und Ölen.  Kaum Pflege benötigen hingegen Gartenmöbel aus Polyrattan oder Kunststoff, die sich darüber hinaus auch einfach reinigen lassen.

Ja und wenn doch einmal ein Kräuterchen zwischen den Steinfugen heraussprießt oder die Gartenbank eine leichte Patina entwickelt:  So be it! Entspannt einfach in Eurem grünen Zuhause, die Gartenarbeit kann  warten…

Weiterführende Links:

Gartenmöbel-ABC: Alles über Pflege und Reinigung

Was es im Juli im Garten zu tun gibt

Alles über ADR-Rosen

 

 

 

2 Gedanken zu “10 Tipps für weniger Gartenarbeit

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