Mediterrane Kräuter konservieren

 

Jetzt im Sommer freuen wir uns über Duft, Blüte und das wunderbar mediterrane Aroma von Rosmarin, Salbei, Lavendel, Thymian und Co. Was wäre auch ein Grillsteak ohne Kräutermarinade, das Knoblauchhähnchen ohne Rosmarin oder Gnocchi ohne Salbei? Ungefähr so wie der Sommer ohne Sonne! Und damit ihr euch ein bisschen Sommerfeeling in der kalten, grauen Jahreszeit erhaltet, lohnt es sich Eure Kräuter jetzt für den Winter zu konservieren – egal ob getrocknet, gefroren, als Öl, Duftsäckchen oder Tee! So holt ihr den Sommer ganzjährig in die Küche und Euer Zuhause…  

Den richtigen Ernte-Zeitpunkt erwischen

20160822_094527Wer die Kräuter direkt in der Küche verarbeitet, kann den ganzen Tag über ernten. Zur Konservierung sollten die Kräuter an einem sonnigen Tag in den Morgenstunden, unbedingt aber vor der Mittagshitze, geerntet werden. Dann ist der Gehalt an ätherischen Ölen am stärksten. Auch die Blüte spielt eine Rolle für das Aroma des Gewächses. Salbei oder Thymian etwa, haben den besten Geschmack kurz vor der Blüte. Oregano, Kapuzinerkresse oder Bohnenkraut schmecken auch während der Blüte. Wusstet Ihr’s? Wenn Ihr die langen Blütenstände des Lavendel im Sommer während der Blüte unterhalb des ersten Blattpaares schneidet, dann blüht der mediterrane Duftstar mit etwas Glück noch ein zweites Mal in dem Jahr.

Trocknen oder einfrieren?

Viele mediterrane Kräuter eignen sich hervorragend zum Trocknen: herbs-801819_640Rosmarin, Oregano, Thymian oder Salbei sind solche Kandidaten. Aber: Haltet die sonst so sonnenverliebten Pflanzen von UV-Licht fern, da sie sonst ihr Aroma verlieren. Nach der Ernte bündelt man kleinblättrigen Kräuter zu Sträußchen und hängt sie kopfunter an einem dunklen, luftigen Ort auf – zum Beispiel im Gartenhaus, auf dem Dachboden oder in einem Trockenraum.  Großblättrige Kräuter wie Salbei legt ihr auf einen feinen Maschendraht oder fädelt sie an einem Draht auf. Nach etwa drei bis vier Tagen können die Kräuter in Schraubgläsern oder Dosen aufbewahrt werden. Basilikum, Schnittlauch oder Petersilie solltet Ihr besser nicht trocknen: Durch den Trocknungsvorgang verlieren die Kräuter zu viele Aromen. Hier empfiehlt sich das Einfrieren gehackter Stiele und Blätter mit etwas Wasser in Eiswürfelbehältern. Bei der Zubereitung nicht auftauen, sondern direkt im Eiswürfel verwenden!

Geschenkidee Kräuteröl

20160824_105952Eine interessante Art, Kräuter zu konservieren, bietet sich mit selbstgemachten Kräuterölen: Die ätherischen Öle der Pflanzen verbinden sich hervorragend mit Ölen wie Sonnenblumenöl oder Olivenöl. Sie halten mehrere Monate und bieten auch im Winter interessante Aromen für die gute Küche. Kräuteröle wollen gut vier Wochen an einem dunklen, kühlen Ort gelagert sein, damit sich der Geschmack vollends entfalten kann. Die Herstellung ist denkbar einfach: Frische Kräuter wie zum Beispiel Rosmarin gibt man im Stück oder zerkleinert in eine verschließbare Flasche und gießt mit hochwertigem Öl auf – dann wird gelagert.  Ob Ihr die Kräuter anschließend abseiht oder im Öl lasst, ist Geschmackssache. Bleiben Sie in der Flasche, dann solltet Ihr darauf achten, dass sie immer mit Öl bedeckt sind. Sonst kann es schnell ranzig werden. Ganz nach Belieben könnt Ihr die Kräuter mischen oder mit Knoblauch oder Chilischoten verfeinern. Ein tolles Mitbringsel oder auch Weihnachtsgeschenk aus dem eigenen Garten!

Duft das ganze Jahr
Richtig getrocknet, lässt sich der beruhigende Duft des Lavendels noch lange Zeit lavender-823584_1920erhalten. Zum Beispiel in kleinen Duftsäckchen aus Leinen oder Baumwolle. Diese füllt Ihr mit getrocknetem Schopf-, Speick- oder Wolllavendel und bindet sie mit einem Band zu. So bringen sie mehrere Monate wunderbar frischen Duft in Euren Kleiderschrank und halten Motten fern. Die Säckchen können anschließend gewaschen und wiederverwendet werden. Alternativ bringt Ihr mit einem getrockneten Lavendelstrauß mediterranes Ambiente in Euer Zuhause – und genießt gleichzeitig den entspannenden Raumduft.

Hausmittel für den Winter

sage-1544884_1920Schon die alten Ägypter wussten von der heilenden Wirkung des Multitalents Salbei:  Er begeistert mit violetter Blütenpracht im Garten, duftet wunderbar mediterran, verfeinert Fleisch- und Gemüsegerichte und hilft zum Beispiel bei Halsschmerz wahre Wunder. Es lohnt daher besonders, sich vor der kalten Jahreszeit einen Vorrat an getrocknetem Salbei zuzulegen. Als Hausmittel gegen Halsschmerzen empfiehlt sich eine Gurgelmischung mit Salbei: Dazu zwei Teelöffel getrockneten Salbei mit etwa einem viertel Liter kochendem Wasser aufgießen, zehn Minuten ziehen lassen, abseihen und gurgeln. Bei Verdauungsproblemen trinkt man den Salbei als Tee: Ein Teelöffel getrockneter Salbei mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, etwa Minuten warten, den Salbei abseihen und genießen.

 

Also: Schnell ein paar getrocknete Kräuter für den Winter zulegen! Denn die Tage werden kürzer…

 

Weiterführende Links:
Was kräutert denn da?

Kräuterlexikon

Ungewöhnliche Pflanzgefäße und Blumentöpfe

 

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