Kunstdünger adé: Die acht besten Naturdünger

Endlich ist wieder Pflanzzeit – und Hobbygärtner wissen: Regen ist Silber, Dünger ist Gold! In der Tat hängt der Gartenerfolg im Wesentlichen von der Nährstoffversorgung der Pflanzen ab. Doch welches Düngemittel nutzen? Hier scheiden sich die Geister vieler Gartenbesitzer. Die einen schwören auf Flüssigdünger, die anderen auf spezielle Mischungen oder Ihr nutzt einfach die Kraft der Natur! Unsere Top 8 lest Ihr hier…

Warum düngen?

tomato-shrub-2101850_960_720Dünger sorgt für gesundes Wachstum, viele Blüten und reiche Ernte im Nutzgarten. Doch so unterschiedlich die Pflanzen, so unterschiedlich auch der Nährstoffbedarf. Topfpflanzen und Balkonblumen sind aufgrund des geringen Wurzelplatzes besonders hungrig, Tomaten zählen ebenso zu den starken Zehrern, während andere nur ganz wenig an Beihilfe benötigen. Auch der beste Universaldünger kann nicht allen Ansprüchen gerecht werden. Wir haben uns daher verschiedene organische und mineralische Naturdünger vorgenommen. Vor allem im Gemüsegarten sollte man natürlich düngen. Andernfalls wachsen die Pflanzen zu schnell, sind anfällig für Schädlinge und Krankheiten und verlieren Geschmack.

Pflanzenjauche

Eine schöne Unkrautjauche nutzt gleich doppelt: Denn zur Herstellung dieses Düngemittels nutzen wir eher unliebsame Gartenbewohner wie etwa Brennnessel, Giersch oder Löwenzahn. Das Unkraut geben wir in einen Eimer und gießen ihn mit Wasser auf. Umrühren und mindestens zwei bis drei Wochen stehen lassen. Am besten alle paar Tage umrühren, damit die Jauche nicht müffelt.

 

Anschließend abseien und in einem Gefäß fest verschließen. So hält sich der Naturdünger bis in den Herbst hinein. Zur Anwendung mit Wasser im Verhältnis 1:10 mischen. Pflanzenjauche enthält viel Kali, Phosphor und Stickstoff und eignet sich für fast alle Pflanzen. Sie fördert die Chlorophyllbildung und lockt auch nützliche Gartenhelfer, wie etwa Regenwürmer, an. Pflanzenjauche kann einmal pro Woche verwendet werden.

Gemüsewasser

thanksgiving-3004005__340Ohne viel Aufwand zum Erfolg kommt man mit Gemüsewasser. Kartoffeln, Broccoli, Blumenkohl oder Weißkraut geben beim Kochen viele Nähr- und Mineralstoffe ab. Daher: Das Kochwasser nicht wegschütten, sondern abkühlen lassen und dann als Gießwasser nutzen.

Kaffeesatz

20180418_112714.jpgNoch ein nützliches Abfallprodukt für den Garten, denn Kaffee bringt nicht nur die menschlichen Geister in Schwung, Eure Pflanzen pusht der Kaffeesatz. Der enthält viel Stickstoff, Kalium und Phosphor, was den Stoffwechsel anregt und für mehr Blüten sorgt. Auch lockt Kaffeesatz Regenwürmer und nützliche, kleine Tiere an – während er Schnecken vertreibt. Wichtig bei der Nutzung: Der Kaffeesatz muss komplett trocken sein, damit sich kein Schimmel bildet. Besonders Rosen, Geranien, Oleander, Azaleen und Rhododendron sind echte Kaffeejunkies.

Bananenschale

Bananen geben während des Verrottungsvorgangs viel Humus und stärken die Blühfreudigkeit von Rosen etwa. Dazu die Reste der Bananenschale in kleinste Stücke schneiden und unter die Erde mischen – fertig!

Mineralwasser

20180418_112611Mit abgestandenem alten Mineralwasser gebt Ihr vor allem Euren Indoor-Pflanzen einen echten Mineralstoff-Booster. Also: Niemals in den Ausguss, sondern immer Zimmerpflanzen damit verwöhnen.

Eierschalen

Eierschalen bestehen aus Kalk und eignen sich daher hervorragend als Dünger für saure Böden, die damit neutralisiert werden. Für eine Kanne Düngerwasser benötigt man etwa 2-3 klein geklopfte Eierschalen, die mit Wasser aufgegossen werden. Vor der Nutzung mindestens 12 Stunden ruhen lassen!  Je länger man einweicht, umso höher der Kalkanteil. Besonders Flieder, Geranien und Lavendel freuen sich über den Eierdünger. Aber Vorsicht: Wer mit kalkhaltigem Leitungswasser auffüllt, sollte aufpassen, da sich die Bodenqualität mit zuviel Kalk auch verschlechtern kann. Daher lieber Regenwasser nutzen!

Bier

Auch abgestandenes Bier ist ein prima Pflanzendünger: Bierreste vom Vorabend im Verhältnis 1:2 mit Wasser mischen und ein bis zweimal im Monat düngen.

Holzasche

wood-3260343_960_720Die Überreste der letzten Grillparty nicht etwa in den Müll werfen, sondern Euren Pflanzen etwas gutes Tun. Asche ist reich am Mineralstoff Kali und sorgt für bestes Pflanzenwachstum. Die Asche lässt sich einfach unter den Boden mischen und eignet sich zum Beispiel auch als Basis für ein Hochbeet.

Wann düngen?

Düngen sollte man während der Wachstumsphase von März bis August regelmäßig. Es empfiehlt sich die Düngemittel immer wieder abzuwechseln und am besten frühmorgens oder bei bedecktem Himmel zu düngen.

Viel Erfolg!

Trendige Pflanzkübel und Blumentöpfe gibt es übrigens hier

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